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Das 1×1 des Pfeiferauchens

Wenn Sie diesen Text lesen, haben Sie entweder gerade Ihre erste Pfeife gekauft, oder Sie interessieren sich zumindest fürs Pfeiferauchen.

Die folgenden Passagen sollen Ihnen Informationen über das Hobby Pfeifenrauchen geben und Sie bei Ihren ersten Schritten begleiten.

Kleine Pfeifenkunde

Sie werden sich fragen, was für Pfeifenarten es denn überhaupt gibt.

Nun, an erster Stelle steht natürlich die Bruyere Pfeife. Bruyere ist das Wurzelholz der Baumheide (Erica Arborea), die bevorzugt im Mittelmeerraum wächst. Durch die besonders dichte Struktur und damit außergewöhnliche Härte ist dieses Holz geradezu prädestiniert dafür, zu einer schönen Pfeife zu werden.

Als zweites erwähnenswert ist die Meerschaumpfeife.Meerschaum (Magnesiumsilikat) ist ein Mineral, das hauptsächlich in bestimmten Regionen der Türkei gefunden wird. Meerschaumpfeifen schmecken neutraler als Bruyere-Pfeifen, weil das Material im Unterschied zu Holz keine Aromastoffe an den Rauch abgibt.

Auswahl der Pfeife

Aller Anfang ist schwer, und beim Pfeifenraucher steht am Anfang natürlich die Auswahl einer passenden (Bruyere) Pfeife.

Um zu entscheiden was denn die richtige Pfeife ist, gibt es eine ganze einfache Regel: Die Pfeife sollte Ihnen gefallen. Bevorzugen Sie eine klassische, gerade “London“ Form oder soll’s doch lieber eine “Bent “ (also eine gebogene Pfeife) sein? Mögen sie lieber glatte oder sandgestrahlte Pfeifen? Wie gesagt, die Entscheidung liegt ganz allein bei Ihnen.

Um Sie bei Ihrer Auswahl aber nicht ganz allein dastehen zu lassen, geben wir Ihnen doch noch einen Tipp mit auf den Weg: Die Wandung (also der Holzrand der den Brennraum umschließt) sollte bei Ihrer ersten Pfeife nicht zu dünn sein

Auswahl des Tabaks

Das wichtigste nach der Wahl der Pfeife ist natürlich die Auswahl des Tabaks. Grundsätzlich werden beim Pfeifentabak zwei Richtungen unterschieden. Die Dänischen Tabake, deren Hauptbestandteile milde Tabake wie Virginia oder Black Cavendish sind, diese Tabake werden oft auch mit Vanille oder Fruchtaromen versehen, was ihnen einen angenehm süßen Duft verleiht.

Die Englischen Tabake bestehen meistens aus Virginia- und Würztabaken wie z.B. Latakia oder Burley. Diese Tabake werden in der Regel naturrein angeboten und haben ein sehr kräftiges, rauchiges Aroma.

Bei der Auswahl des Tabaks sollten Sie auch bedenken dass ein Pfeifentabak selten genauso schmeckt wie er riecht. Die Aromen, die Sie beim “Probeschnuppern“ im Tabaktopf aufnehmen, entfalten sich später am stärksten in der Raumluft. Sie selbst werden bei den meisten Sorten den Tabak selbst etwas stärker herausschmecken.

Für den Anfang eignet sich also am besten ein milder dänischer Tabak der je nach persönlichem Geschmack aromatisiert oder neutral ausfallen kann.

Filter oder nicht Filter ?

Tja, das ist ein Thema über das gestritten wird seit der erste Pfeifenfilter erfunden wurde. Jetzt stellt sich für Sie natürlich die Frage, ob es besser ist mit oder ohne Filter zu rauchen.

Die Entscheidung liegt, wie so oft, wieder bei Ihnen. Beim Rauchen mit Filter reduziert sich zwar das leichte Kribbeln des Rauches auf der Zunge, das Sie vor allem am Anfang spüren werden, zum anderen hält der Filter aber auch einen großen Teil der Aromen des Pfeifentabaks zurück. Außerdem nimmt der Filter auch überschüssige Feuchtigkeit im Pfeifenholm auf.

Wenn Sie dagegen ohne Filter rauchen haben Sie den vollen Tabakgenuss, und der “Zug“ lässt sich leichter kontrollieren. So sorgen Sie dafür, das Ihre Pfeife nicht zu heiß wird.

Zubehör für Pfeifenraucher

Kommen wir jetzt zum notwendigen Zubehör. Absolut unverzichtbar sind ein Pfeifenstopfer (Sie wollen sich ja nicht die Finger verbrennen) und Pfeifenreiniger, um die Pfeife nach dem Rauchen wieder zu säubern.

Es gibt natürlich noch eine ganze Menge weitere Artikel die das Pfeiferauchen einfacher und angenehmer machen sollen. Zum Beispiel ein Pfeifenfeuerzeug, bei dem die Flamme zur Seite statt nach oben entweicht und so das anzünden enorm erleichtert.

Das richtige Stopfen

Als erstes müssen Sie Ihre Pfeife mit Tabak füllen. Dazu nehmen Sie einfach etwas Tabak und lassen ihn in den Pfeifenkopf fallen.

Wichtig ist jetzt, das der Tabak noch nicht mit dem Finger festgedrückt wird sondern dass Sie den Pfeifenkopf weiter mit Tabak anfüllen. Wenn der Kopf voll ist drücken Sie den Tabak einfach mit noch mehr Tabak nach unten. So verhindert man, dass die Pfeife zu fest gestopft wird und dann schlecht “zieht“.

Anzünden

So, jetzt geht’s aber endlich richtig los. Halten Sie das Feuerzeug über den Tabak und ziehen die Flamme in den Tabak hinein (jetzt werden Sie auch merken, warum ein Pfeifenfeuerzeug so praktisch ist). Dabei lassen Sie das Feuerzeug leicht kreisen um die gesamte Fläche gleichmäßig zu entzünden. Zuerst wird sich die oberste Tabakschicht aufkräuseln. Also nehmen Sie den Stopfer und drücken diesen Tabak wieder leicht nach unten.

Wenn Sie jetzt während dem Nachstopfen nicht ganz leicht am Mundstück gezogen haben, ist ihre Pfeife wieder ausgegangen. Also zünden Sie das ganze noch mal an !

Gerade diesen Vorgang werden Sie am Anfang oft wiederholen müssen. Erst nach einigen Tagen werden Sie ein Gefühl für das richtige Verhältnis aus Ziehen und Nachstopfen haben. Aber auch hier gilt: Übung macht den Meister.

Tipps zum Einrauchen

Da Sie ja höchstwahrscheinlich gerade Ihre erste Pfeife in den Händen halten, hier noch ein Tipp zum Einrauchen:

Damit eine Pfeife möglichst lange erhalten bleibt ist es wichtig, dass sich zwischen Holzwandung und Tabak eine Kohleschicht bildet, um das Holz vor allzu großer Hitze zu schützen. Die klassische Methode des Einrauchens besteht darin, über einen Zeitraum von ca. 8 Pfeifenfüllungen die Tabakmenge im Kopf immer weiter zu erhöhen, wobei man mit 1/3 Füllung beginnt. Da die meisten heutzutage erhältlichen Pfeifen aber schon über eine dünne Schicht “Einrauchpaste“ verfügen, ist dieser Vorgang nicht mehr ganz so aufwendig, aber etwas Vorsicht sollte man trotzdem walten lassen. Es ist vor allem am Anfang wichtig, dass Sie Ihre Pfeife nicht zu heiß und auch nicht zu hektisch rauchen. Ein gutes Messinstrument für die Temperatur der Pfeife ist dabei Ihre Hand. Wenn die Pfeife so heiß wird, dass der Kopf unangenehm zu halten ist sollten Sie dem Holz eine kleine Pause gönnen. Die Pfeife kann problemlos 15 Minuten auskühlen und danach wieder angezündet werden. Dem Rauchgenuss tut das keinen Abbruch.

Rauchen und Nachstopfen

Auch während dem Rauchen werden Sie Ihre Pfeife hin und wieder Nachstopfen müssen. Bei einer Pfeife die zu heiß geraucht wird, brennt der Rauch auf der Zunge. Durch das Nachstopfen komprimieren Sie den Inhalt des Kopfes und die Pfeife lässt sich wieder angenehm weiterrauchen.

Je nach Tabaksorte entsteht beim Rauchen auch mehr oder weniger Feuchtigkeit (Kondensat) im Pfeifenkopf. Wenn sie mit Filter rauchen, nimmt dieser normalerweise die Feuchtigkeit auf. Beim Rauchen ohne Filter führen Sie einfach kurz einen Pfeifenreiniger in den Rauchkanal ein.

 Entleeren, Säubern und Pflegen

Wenn Sie Ihre Pfeife zu Ende geraucht haben, also wenn der Tabak fast vollständig abgebrannt ist, muss die Pfeife noch ausgeräumt und gesäubert werden.

Es schadet nie, einen kleinen Rest Tabak im Kopf nicht zu rauchen.

Jetzt rühren Sie mit dem Dorn Ihres Pfeifenstopfers mehrmals die Asche und den restlichen Tabak, die sich noch im Pfeifenkopf befinden, herum. Die Asche saugt dabei eventuell noch vorhandene Feuchtigkeit auf. Danach schütteln Sie die Pfeife über dem Aschenbecher aus. Vermeiden Sie dabei, den Kopf auf harte Oberflächen zu schlagen um Macken und Kratzer zu vermeiden.

Nachdem Sie die Pfeife ausgeklopft haben, sollte sie mindestens noch 30 Minuten ruhen damit sie vollständig abkühlen kann, erst dann nehmen Sie das Mundstück aus dem Holm. Denn wenn die Pfeife noch warm ist, kann entweder der Holm brechen, oder das Mundstück dehnt sich beim Erkalten so stark aus, das es nachher nicht mehr in den Holm passt.

Dann führen Sie einen Reiniger mehrmals durch das Mundstück und einen zweiten mehrmals durch den Holm der Pfeife. Sollten Sie einen Filter benutzt haben, so werfen Sie diesen bitte weg.

Diesen Reinigungsvorgang sollten Sie nach jedem Pfeiferauchen durchführen. Nach jeder 10. Benutzung sollten Sie die Pfeife etwas intensiver mit Reinigungsflüssigkeit und einem Pfeifenräumer behandeln.

Glückwunsch !

Jetzt haben sie schon die ersten paar Hürden genommen, noch ein bisschen Übung hier und da, und aus Ihnen wird schon bald ein genussvoller Pfeifenraucher.

Sollten Sie noch Fragen haben oder das ein oder andere Problemchen auftauchen, dann wenden sie sich einfach an uns.

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